Gesund mit Hund. Setzen Sie auf den WAU! Effekt

  • Laura Bolzau
  • Bewegung

Draußen ist es kalt, es regnet oder stürmt und schneit. Wer verlässt bei diesem Wetter schon gerne seine wohlig warme Wohnung? Ganz einfach: Niemand. Wären da nicht diese erwartungsvoll bettelnden Hundeaugen, die sagen: “ Komm schon, runter vom Sofa, raus ins Abenteuer!”

Spaziergänge bei Wind und Wetter sind für Hundebesitzer Pflichtprogramm. Wissenschaftler der  Michigan State University haben herausgefunden, dass Hundebesitzer deutlich öfter die empfohlene Bewegungszeit von 150 Minuten pro Woche erreichen, als Personen ohne Hund. Dieser Zeitraum reicht aus, um das Herz-Kreislauf-System zu schützen und chronische Erkrankungen wie Diabetes, Krebs und Bronchitis vorzubeugen. Durch die viele Bewegung an der frischen Luft profitiert auch das Immunsystem.

Streicheln und Kuscheln reduziert Stress

Bereits durch die Anwesenheit eines Tieres und vor allem durch das Streicheln schüttet der Mensch Oxytoncin aus. Dieses “ Kuschelhormon” reduziert Stress. Der Körper schüttet weniger Adrenalin oder Cortisol aus. Diese Vorteile hat das Gesundheitswesen längst entdeckt:  Therapie- und Begleithunde sind heute nicht mehr wegzudenken. In Pflegeheimen werden die vierbeinigen Freunde beispielsweise als Kontaktpunkte für ältere und demente Menschen eingesetzt. Netter Nebeneffekt: Es wird noch wochenlang über den tierisch guten Besuch geredet.

Aufwachsen mit Hund

Viele Kinder lieben die strubbeligen Vierbeiner. Laut einer finnischen Studie erkranken Kinder in einem Hundehaushalt im Vergleich seltener. Hunde trainieren das Immunsystem und senken das Risiko, an Allergien zu erkranken. Auch die psychische Entwicklung des Kindes wird durch die beruhigende Wirkung eines Hundes positiv beeinflusst. Kinder mit Hunden sind laut einer französischen Studie verantwortungsvoller, umgänglicher und weniger aggressiv als Kinder ohne Hunde. Die Freundschaft zum Hund fördert demnach sowohl Gesundheit und als auch Sozialkompetenz.